Bericht von unserem Törn nach „Berlin“ 24.6.-5.7.

Schön war unser 12Tages-Törn Richtung Berlin, allerdings auch eine kleine Irrfahrt………

Hier ein paar Eindrücke.
Am 24.6.um 08.00 Uhr ging es in Kollmar los. Die schöne Silhouette an den Ufern der Elbe und in Hamburg genossen unsere Gäste. Über die Norderelbe ging es weiter nach Geesthacht und wir erreichten pünktlich unseren ersten Hafen Lauenburg.
Dort gab es erstmal ein leckeres Abendessen und ein Einlaufbier.
Am nächsten Morgen starteten wir rechtzeitig, um unseren ersten Höhepunkt unseres Törns, das Schiffshebewerk in Scharnebeck, zu erreichen. es ist schon beeindruckend wie schnell unsere Bootsschleuse die 34 Meter Höhenunterschied beglich. Fahrstuhlfahren mit Boot…..einfach irre.
Auf dem Elbe-Seiten-Kanal hatten wir dann noch einige KM vor uns und die Schleuse Uelzen. Auch diese hat einen Hub von 24 Metern!! Am Nachmittag erreichten wir unseren zweiten Hafen Wittingen. Sehr beschaulich und schön. Unser Bordfahrrad leistete unterwegs ebenfalls gute Dienste.
Weiter ging es am dritten Tag nach Wolfsburg nachdem wir in den Mittellandkanal eingebogen waren und eine weitere Schleuse passiert hatten.
Vorbei ging es an VW und der Autostadt. Unser Liegeplatz war reserviert und eng.
Am Abend feierten wir den Geburtstag eines Crewmitgliedes. Es wurde spät!
Wichtig bei solchen Törns sind die regelmäßigen Revier- und Wetterdurchsagen über Funk oder Internet.
So überraschten uns zwei Meldungen…..Eine der Schleusen, die wir auf unserem Weg nach Berlin passieren müssten war defekt. Schlimmer noch, unser geplanter Rückweg über die Elbe, war durch Niedrigwasser in der Elbe (Dömitz später nur noch 28 cm Wasser!!!!) unmöglich.
So entschlossen wir uns zurückzufahren und über die Ostsee und NOK wieder nach Kollmar zu fahren. Alle waren einverstanden.
Was uns dann erwartete, ahnten wir noch nicht

In Wolfsburg erfuhren wir nun, dass unser geplanter Törn eine Auffrischung bedurfte. Nach kurzer Abstimmung waren wir uns einig, dass wir unseren Kurs ändern werden. Also zurück durch den Mittellandkanal, Elbe-Seiten-Kanal und Elbe nach Lauenburg. Von dort aus nach Lübeck, danach Richtung Fehmarn. Von dort sollte es nach Langeland (DK) über Kiel zurück nach Kollmar gehen.
Auf unsere gute Absicht gab es abends erstmal ein Bierchen oder waren es sogar zwei?!
Den nötigen Strassenatlas (von 1996 oder so) hatten wir mit (siehe Foto). So konnte nichts schief gehen.
Wir „genossen“ die Schleusen mit den bis zu 100 Meter langen Binnenschiffen. Die Stimmung an Bord war trotzdem spitze.
Zwei Tage später erfolgte in Lübeck ein geplanter Skipperwechsel. Wir fuhren den gesamten Törn mit 2 Skippern. Michael ging von Bord, Jens kam an Bord. Unnötig zu erwähnen, dass ich (Hardy) die gesamte Zeit an Bord blieb.
Am nächsten Morgen ging es weiter Richtung Ostsee. 7 Schleusen warteten auf uns.
Wir kamen gut durch. An der „Passat“ in Lübeck vorbei ging es weiter nach Travemünde. Dann auf die Ostsee. Den Wetterbericht behielten wir immer im Hinterkopf. Warm war es die letzten 7 Tage. Bis zu 34 Grad. Nun hörten wir etwas von Sturm aus westlichen Richtungen. Wir entschlossen uns, Großenbrode anzulaufen. Es war wohl 16.00 Uhr rum, als wir in den Hafen (auf dem Luftfoto rechts) einliefen. Es brieste mächtig auf. Dann lag unser Schiff sicher an der Pier und der Sturm legte los…….4, 5 Windstärken in Böen bis 7. Urplötzlich. Einige von uns nutzen die noch angenehme Wärme für ein Erfrischungbad in der Ostsee.
So hieß es erstmal abwarten und ab ins Restaurant, um den hungrigen Magen zu füllen.
Es sollte nicht unser letzter Tag in Großenbrode bleiben.

Es war schom ein Greuel mit dem Wetter. Die erste Woche heiß, nun haben sich die Temperaturen halbiert.
Wir steckten fest in Großenbrode. 2 volle Tage lang. Den westlichen bis nordwestlichen Winden (in Böen bis Windstärke 7/8) wollten wir aus dem Weg gehen. Das Schiff hätte es sicherlich gemeistert. Aber ob dabei alle happy gewesen wären? So bunkerten wir Getränke und Nahrungsmittel. Mittwoch früh zeichnete sich in der Wetterlage ein kleines Fenster auf. Wind um 4-5.
Wir nutzten die Chance und fuhren zurück Lübeck. Rund 25 sm. Anfangs hatten wir Landabdeckung. In der Neustädter Bucht bekamen wir ein paar seitliche Wellen, dann war es geschafft. In der Trave schaukelte es nicht mehr. Wir fuhren wieder in den Elbe-Lübeck-Kanal und legten unsere Übernachtungspause im Hafen des MSC Mölln ein. Ein idyllischer kleiner, schöner Hafen. Abends hatten auch alle wieder Appetit.
Am nächsten Morgen starteten wir unseren vorletzten Tag. Ziel diesmal der Hafen auf der Schleuseninsel in Geesthacht.
Hatte die Elbe bei Lauenburg noch genug Wasser? Falls nicht, würden wir festsitzen. Gottseidank klappte alles.
Am Freitag Nachmittag erreichten wir nach 12 Tagen Kollmar.
Rund 340 sm haben wir zurückgelegt. Wir hatten jede Menge Spaß. Knapp 10 Kästen Bier (auch alkoholfreies), 400 Ltr Limo und Wasser sowie 5 Pfund Kaffee haben wir verbraucht.
Für das nächste Jahr ist eine 8 oder 9 tägige Reise von Kollmar durch den NOK in die dänische Südsee mit Abstechern nach Flensburg, Kiel und in die Schlei geplant. Erste Anmeldungen sind schon da.
Wer Lust bekommen hat mitzufahren, kann sich gerne unter 01525-2714154 melden.
Genauere Daten legen wir noch fest.

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